Photovoltaik Einführung English / Deutsch    
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Solarstromanlage

In der Anwendung unterscheidet man grob zwei Arten von Solarstromanlagen: Inselanlagen und netzgekoppelte Anlagen.

Bei Inselanlagen bestehend aus Solarmodulen, Laderegler, Solarakku (meist Bleibatterien) und bei Bedarf einem 230V Wechselrichter wird die an sonnigen Tagen produzierte Überschussenergie in einer Batterie zwischengespeichert und bei Bedarf später verbraucht. Im folgenden Bild ist eine einfache Anlage ohne Wechselrichter schematisch dargestellt, bei der die am Tag gespeicherte Energie in einem Gleichstromkreislauf am Abend z.B. für Beleuchtungszwecke verwendet wird.

Was ist Photovoltaik?
Einstrahlung
Solarzellen
Solarmodule
Solarstromanlage
Potenzial
 
Inselanlagen werden als autonome Einheiten von meist kleiner Grösse für die elektrische Versorgung von nicht ans elektrische Stromnetz gekoppelten Einrichtungen wie z.B. von Parkuhren, Navigationshilfen, Telekommunikationseinrichtungen, oder zur Beleuchtung von abgelegenen Gebäuden eingesetzt. Bei grösseren autonomen Stromerzeugungsanlagen z.B. für eine umfangreichere elektrische Versorgung von netzfernen Gebäuden wird oft über einen Wechselrichter ein kleines 230V Wechselstromnetz betrieben. Dabei werden die Photovoltaik Anlagen häufig mit zusätzlichen Stromerzeugern wie mit Diesel- oder Windgeneratoren zu hybriden Energieerzeugungssystemen kombiniert.
 
Die netzgekoppelten Solarstromanlagen besitzen keine Speicherbatterie. Ein netzgekoppelter Wechselrichter wandelt den von den Solarzellen erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um, und speist die elektrische Energie direkt ins öffentliche Stromnetz ein. Der produzierte Solarstrom kann dann an einem beliebigen Ort genutzt werden.
Netzgekoppelte Systeme werden im bebauten Raum häufig in oder auf Gebäudeflächen sowie als selbstständige Grossanlagen im Freiland realisiert. Bei der Gebäudeintegration von Photovoltaik Anlagen werden die Solarstrommodule neben der Stromproduktion nach Möglichkeit multifunktional als dichte Gebäudehülle (Dach und Fassade) oder zu Beschattungszwecken verwendet. Länder wie die Schweiz mit begrenzt verfügbaren Landressourcen setzen seit Ende der 1980ger Jahre in erster Linie auf die Realisierung von Solarstromanlagen im bebauten Raum.